Steuerberater Torben von Slupetzki
Steuerberater Torben von Slupetzki


IN­FO­THEK

Infothek

Zurück zur Übersicht
Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 15.05.2019

Sterbegeld für Erben unterliegt Einkommensteuer

Sterbegeld, das eine Pensionskasse an Erben zahlt, die nicht zugleich “Hinterbliebene” sind, unterliegt der Einkommensteuer. Das hat das Finanzgericht Düsseldorf entschieden (Az. 15 K 2439/18).

Nach dem Tod ihres Sohnes, der keine “Hinterbliebenen” hinterließ, erbten seine Eltern. Die Pensionskasse zahlte an die Eltern eine Versicherungsleistung begrenzt auf ein Sterbegeld in Höhe von 8.000 Euro aus. Das Sterbegeld wurde vom Finanzamt mit der Einkommensteuer besteuert, wogegen die Eltern klagten.

Im Versicherungsvertrag waren als Bezugsberechtigte im Todesfall die “Hinterbliebenen” – also der Ehegatte, Lebenspartner, Lebensgefährtin und Kinder – bestimmt. Seien keine der genannten Hinterbliebenen vorhanden, werde aufgrund des Versicherungsvertrags ein Sterbegeld an die Erben ausgezahlt, welches laut Finanzamt zu versteuern ist. Dies sah auch das FG Düsseldorf so. Dem Einwand der Kläger, dass keine eigenen Einkünfte, sondern Einkünfte des Sohnes vorlägen, widersprach das Gericht. Die Besteuerung der Leistung knüpfe an den Zufluss an. Dem Sohn sei keine Versicherungszahlung zugeflossen.

Zurück zur Übersicht

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.